Die Digitalisierung unserer Welt greift immer mehr um sich. Was auf der einen Seite eine Hilfe und Unterstützung sein kann und Menschen verbinden soll grenzt immer mehr Menschen aus.

Immer mehr wird der Mensch als Kontaktperson zurückgedrängt. Sei dies durch die Abschaffung von Post- oder Bankfilialen oder verkürzte Sprechzeiten bei Behörden. Immer häufiger werden Online-Services eingeführt, die zum einen zu Personalabbau führen und zum anderen Menschen ausgrenzen, die diese Services nicht nutzen können.

So kostet eine Überweisung per Überweisungsträger Gebühren wohingegen die Online-Überweisung kostenlos angeboten wird – noch. Die Finanzbehörden wollen die Abgabe der Einkommenssteuerklärungen nur noch online annehmen, es wird keine Papierformulare mehr geben. Die Anmeldung zum Kindergarten kann nur noch online abgegeben werden. Der ÖPNV plant die Abschaffung der Fahrscheinautomaten und -verkaufsstellen zu Gunsten einer App, mit der Fahrscheine nur noch mittels eines Smartphones erworben werden können, gleiches plant die Bahn. Verträge mit Online-Zugang für Smartphones setzen wiederum ein gewisses Einkommen voraus. Bei einigen Behörden kann man kann man für Dokumente nur noch unbar bezahlen.

Kindern soll erläutert werden, dass sie draußen spielen und soziale Kontakte knüpfen sollen. Im täglichen Leben rationalisieren wir diese Kontakte gerade weg.

Die Grauen Panther fordern:

• Kein Mensch darf ausgeschlossen werden, weil er – gleich aus welchem Grund – nicht digital vernetzt ist.

• Jeder muss ungehinderten Zugang zu allen notwendigen Diensten wie Bank, Verkehr, Behörden etc. haben.

• Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden, dass Menschen ohne oder mit schlechtem Online-Zugang in keiner Weise ausgegrenzt werden und ungehindert am öffentlichen Leben teilnehmen können.

(UPE)