30 JAHRE   Trümmerfrauen Gedenktag in Berlin

 

 

Seit dem 9. Juli 1988, dem zweiten Todestag der Ruth-Silvia Niendorf veranstaltet der Senioren Schutz Bund Graue Panther e.V. 

jedes Jahre einen Gedenkmarsch vom Herrmanns Platz in Berlin-Neuköln  zum Trümmerfrauen Denkmal im Jahn-Park,Hasenheide.           .                              Auch dieses Jahr startet um 11.00 Uhr der Gedenkmarsch vor Karstadt (U-Bahnaufgang)

 

Der Hintergrund:

 

1986 beging die ehemalige Trümmerfrau Ruth-Silvia Niendorf in Berlin Suizid, weil sie mit ihrer niedrigen Rente von 700 Mark eine Mieterhöhung um 76 Mark nicht mehr zahlen konnte.  Der  Senioren Schutz Bund Graue Panther rief daraufhin  1988 den 9. Juli als Gedenktag für die Trümmerfrauen insgesamt  ins Leben.

Seit dem Jahr 1987 trafen sich noch lebende Trümmerarbeiter mit ihren Angehörigen am Hermannplatz und zogen von dort zum Trümmerfrauendenkmal in der Hasenheide, wo ein Blumengesteck abgelegt wurde. Heute zieht nur noch eine kleine Gruppe von Grauen Panther zum Denkmal und erinnert an die Leistungen der Trümmerfrauen für Berlin. 

Am 2. Mai 1952 verlieh der Bundespräsident der Bundesrepublik, Theodor Heuss, 32 Trümmerfrauen und 17 Enttrümmerungsarbeitern das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Heutzutage wird leider eher vom Mythos und Erfindung in den modernen Medien gesprochen als von Lebensleistung von Frauen, oft sogar Kriegswitwen, die ihre Kinder durch bringen mussten.

 

(Hintergrundinformationen:   http://www.taz.de/!579108/  )

 

 

 

 

BRÜCKEN BAUEN

 

Mehr Mittel und Wertschätzung für Pflegeberufe

 

In seiner Rede bei der Eröffnung des Seniorentages in Dortmund machte Bundespräsident Steinmeier deutlich, dass in Bezug auf Wertschätzung und Bezahlung in den Pflegeberufen Handlungsbedarf besteht.

 

Die Senioren-Schutz-Bund Graue Panther Vereine in Deutschland und deren Dachverband fordern dies seit Jahren. Wir danken Herrn Bundespräsident Steinmeier für die deutlichen Worte.  nachzulesen u.a.

 

http://www.deutschlandfunk.de/deutscher-seniorentag-bundespraesident-steinmeier-fordert.1939.de.html?drn:news_id=887133

 

Als Mitglied  der BAGSO (Bundesarbeitgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.  verweisen wir an dieser Stelle auf die "Dortmunder Erklärung",

Abschlusserklärung des 12. Deutschen Seniorentages 2018

 

http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Positionen/2018/Positionspapier_Dortmunder_Erkaerung_MAI_2018.pdf

 

 

Bundesvorstand Graue Panthe e.V.

Dachverband der Senioren-Schutz-Bund Graue Panther Vereine in Deutschland

 

 

 

Foto: Unsere Präsidentin im Gespräch mit den Vorsitzenden der BAGSO

 

Bremerhavener Erklärung

 

Der Bundesverband Graue Panther e.V. und seine Mitgliedsvereine fordern die sofortige Einführung einer Mindestrente in Höhe von 1.200 Euro.

Mit seiner Erklärung erneuert der Bundesverband Graue Panter e. V. eine seiner Grundforderungen aus den Gründungsjahren der Grauen-Panther-Bewegung.

 

Die Delegiertenversammlung der Senioren-Schutz-Bund Graue Panther Vereine, mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem gesamten Bundesgebiet, hat in Bremerhaven obige Erklärung verabschiedet.

Neben einer generellen Erhöhung der Renten für alle, brauchen wir dringend eine Mindestrente. Die prozentualen Rentenerhöhungen der vergangenen Jahre haben die soziale Schere auch innerhalb der Rentnerinnen und Rentner immer mehr geweitert. In unserem Rentensystem führen geringe Einkommen,Teilzeitbeschäftigung und Lücken im Versicherungsverlauf (Kindererziehung, Pflege, Arbeitslosigkeit) zwangsläufig zu geringen Renten.

 

Ein Beitrag unseres Mitgliedsvereins aus Südniedersachsen

 

ALTERSARMUT  stark im  KOMMEN

 

Der Senioren Schutz Bund Graue Panther Südniedersachsen startet  in Zusammenarbeit mit der Initiative gegen Altersarmut  eine weitere Aufklärungskampagne in den nächsten Monaten.

Das Armutsrisiko in Niedersachsen hat 2016 den höchsten Wert seit seiner ersten Berechnung im Jahre 2005  erreicht. Fast ein Sechstel der  Bevölkerung,  das sind  rund 1,254  Millionen Menschen, waren damit von Armut bedroht, teilte das Landesamt für Statistik  in Hannover mit. Im Land Bremen lebt fast jeder Fünfte an der Armutsschwelle.  Gleichzeitig aber gehört  Bremen neben Hamburg zu den Ländern, in denen prozentual die meisten Menschen  mit deutlich überdurchschnittlichen Einkommen leben. Fast jeder Zehnte verdient dort  mehr als drei  Mal so viel wie die Menschen  im Bundesdurchschnitt.  Hier in  Niedersachsen ist es fast jeder 15. Dahinter folgen in der Statistik nur noch die ostdeutschen Länder.

Besonders auffällig  in  Niedersachsen sei,  dass seit einigen Jahren die Armutsgefährdung  für deutsche Staatsangehörige abnehme, während sie für hier lebende Ausländer steige.  Der  Geschäftsführer  der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze,  warnte vor sozialen Verwerfungen und mahnte Politiker, zum Handeln: „Das Geld  für mehr soziale  Gerechtigkeit ist da.  Was fehlt, ist der politische Wille zur Veränderung.“

 

Hier finden Sie unseren aktuellen Flyer als pdf-Dokument (410 kB).


 

Die Digitalisierung unserer Welt greift immer mehr um sich. Was auf der einen Seite eine Hilfe und Unterstützung sein kann und Menschen verbinden soll grenzt immer mehr Menschen aus.

Immer mehr wird der Mensch als Kontaktperson zurückgedrängt. Sei dies durch die Abschaffung von Post- oder Bankfilialen oder verkürzte Sprechzeiten bei Behörden. Immer häufiger werden Online-Services eingeführt, die zum einen zu Personalabbau führen und zum anderen Menschen ausgrenzen, die diese Services nicht nutzen können.

So kostet eine Überweisung per Überweisungsträger Gebühren wohingegen die Online-Überweisung kostenlos angeboten wird – noch. Die Finanzbehörden wollen die Abgabe der Einkommenssteuerklärungen nur noch online annehmen, es wird keine Papierformulare mehr geben. Die Anmeldung zum Kindergarten kann nur noch online abgegeben werden. Der ÖPNV plant die Abschaffung der Fahrscheinautomaten und -verkaufsstellen zu Gunsten einer App, mit der Fahrscheine nur noch mittels eines Smartphones erworben werden können, gleiches plant die Bahn. Verträge mit Online-Zugang für Smartphones setzen wiederum ein gewisses Einkommen voraus. Bei einigen Behörden kann man kann man für Dokumente nur noch unbar bezahlen.

Kindern soll erläutert werden, dass sie draußen spielen und soziale Kontakte knüpfen sollen. Im täglichen Leben rationalisieren wir diese Kontakte gerade weg.

Die Grauen Panther fordern:

• Kein Mensch darf ausgeschlossen werden, weil er – gleich aus welchem Grund – nicht digital vernetzt ist.

• Jeder muss ungehinderten Zugang zu allen notwendigen Diensten wie Bank, Verkehr, Behörden etc. haben.

• Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden, dass Menschen ohne oder mit schlechtem Online-Zugang in keiner Weise ausgegrenzt werden und ungehindert am öffentlichen Leben teilnehmen können.

(UPE)