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1975 – 2020

 

45 Jahre Senioren Schutzbund Graue Panther Vereine

in Deutschland

 

Wer wir sind – und was wir wollen

 

Beginnend mit der Gründung im Jahre 1975 hat sich diese Selbsthilfegruppe mit der offiziellen Bezeichnung Senioren-Schutz-Bund (SSB) „Graue Panther“ als „Graue-Panther-Bewegung“ etabliert.

 

Aus einem einzelnen Senioren-Schutz-Bund (SSB) „Graue Panther“ e.V. Verein <Sitz Wuppertal> mit mehr als 70 örtlichen, unselbständigen Nebenstellen wurden, nach Umstrukturierung im Jahr 1998, selbständige örtliche SeniorenSchutzBund-Panthervereine als e.V. (eingetragener Verein) zusammengefasst im Dachverband, dem Bundesverband Graue Panther e.V., <Sitz Berlin>.

Gemeinsam sind allen selbständigen SeniorenSchutzBund Vereinen so bezeichnete unverbrüchliche Satzungsbestandteile (Mustersatzung des Bundesverbandes). Wer diese Satzungsbestandteile nicht in die Satzung des jeweiligen örtlichen SSB-Panthervereins auf nimmt, kann nicht zur Panther-Bewegung gehören und darf diesen Namen auch nicht führen (Markenrecht des Bundesverbandes).

Durch Erfahrung und außergewöhnlichen Einsatz der Gründerin, Frau Trude Unruh, beginnt in Wuppertal, wo man einer Mutter von fünf Kindern ihr privates Recht des Wohnens entzogen hatte und sie in ein städtisches Altenpflegeheim verlagerte, die Arbeit des ersten Senioren Schutzbundes.

Dieser unwürdige Umgang mit Menschen wird seit dieser Zeit (1975) von den „Grauen Panthern“ (so werden die Vereine im Volksmund genannt) angeprangert. Mit welchem Recht erdreistete sich diese Republik, mit Menschen so umzugehen, sie zu bevormunden, sie unter Kuratel zu stellen, sie zu entmündigen, sie zum Ertragen von Pflegschaft zu verurteilen, sie in Altenpflegeheimen und Altenwohnheimen zu kasernieren? Bis zum heutigen Tag, ist der Kampf gegen solche Verfahrensweisen nicht beendet!

 

Doch wenn auch immer noch so manches zum Himmel stinkt, sind doch auch gute Erfolge zu vermelden: Nach heutiger Gesetzeslage kann dem zum Pflegefall Werdenden die Pflege in der eigenen Wohnung nicht mehr verweigert werden! Entmündigung und Pflegschaft sind einem stark verbessertem Betreuungsrecht gewichen, das den Betroffenen ein Mitspracherecht in ihren ureigenen Angelegenheiten einräumt! Ältere, eine Betreuung zuweisende Richter und als Betreuer arbeitende Anwälte scheinen aber oft genug leider noch die alten Regelungen im Kopf zu haben - statt der neuen Gesetze. Diese Erfahrung machen wir leider immer noch. Neuester Erfolg ist die Auflockerung der „Sippenhaft“, wie es Trude immer nannte. Was meinen wir damit? Die Freigrenzen zum Unterhalt der  Kinder für ihre Eltern wurden  endlich so angehoben, dass die betroffenen älteren Menschen sich endlich wagen können, Ihre Ansprüche anzumelden.  „Eltern, vor allem Mütter wollen ihren Kindern doch nicht zur Last fallen und sammeln lieber Flaschen“.