Die Veröffentlichung des 5. Armuts- und Reichtumsbericht ist ein erneutes Armutszeugnis der christlichen und sozialen Großen Koalition, sagte die
Vorsitzende des Bundesverbandes Graue Panther e.V., Erika Lohe-Saul, in einer ersten Stellungnahme zum vorliegenden Bericht .

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sprach in der Vorstellung des Berichtes von „ einer verfestigten Ungleichheit bei den Vermögen“. Der anhaltende 
Wirtschaftsaufschwung in Deutschland hat die Kluft zwischen Arm und Reich in den letzten vier Jahren weiter vergrößert.

„Um den gesellschaftlichen sozialen Frieden zu wahren, wird es keine andere Lösung geben, als die Reichen mit Vermögens- und Erbschaftssteuer mehr
in die Verantwortung für die Gesellschaft und das Gemeinwohl zu nehmen“ sagte die Vorsitzende weiter. Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt,
dass das Verlassen auf Freiwilligkeit keinen Erfolg gebracht hat.

Im Bericht selbst steht, dass 10 % der Haushalte der BRD über mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens der BRD verfügen. Auch die
Einführung des so hoch gefeierten Mindestlohnes hat die Lage der geringverdienenden Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht ausschlaggebend verbessert.

Der Bundesverband Graue Panther e.V.  wird zum 1.Mai seine eigenen Wahlprüfsteine  den teilnehmenden Parteien der kommenden Bundestagswahl
vorlegen.

Göttingen, Berlin 13.04.2017 

(els,heo)

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Anlässig des heutigen internationalen Frauentages

Göttingen 8.3.2017

Unter der Führung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  und in  Zusammenarbeit mit andern Betroffenenorganisationen wurde am Freitag 2.3. der neue  Armutsbericht vorgestellt. Aus diesem  ist die traurige Nachricht nach zu lesen, dass die Armut in Deutschland auf einem neuen Höchststand gelangt ist. Dies zeigt das eklatante Ver-sagen  der Bundesregierung in Sachen Armutsbekämpfung, obwohl die regierenden Parteien die Adjektive christlich  oder  sozial in ihrem Namen führen“, erklärte  die Präsidentin des Bundesverbandes Graue Panther e.V. in einer ersten Stellungnahme.

Der Bericht zeigt deutlich auf, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht und erst nach der kommenden Bundestagswahl. Wir brauchen eine deutliche  Umstrukturierung  von oben nach unten, damit Armut in Deutschland beseitigt wird. 

Wir brauchen dringend ordentlich bezahlte Erwerbsarbeit, damit  ein Erwerbstätiger auch eine richtige  Alterssicherung aufbauen kann.

Seit Jahrzehnten fordert die Graue Panther Bewegung eine wirkliche Aufwertung der frauentypischen Berufe, und eine wirkliche Anerkennung von Erziehungs- und Pflegearbeiten in der Familie und keine „ Scheinmütterrente“.

Der Bundesverband Graue Panther e.V. fordert deshalb erneut eine Mindestrente  bzw. Mindestsicherung von monatlich 1350,- €.  Wenn endlich von  aller Erwerbsarbeit oder von Kapitalgewinnen  Sozialabgaben gezahlt würden,  wenn die Steuerflucht sanktioniert wird, wenn Deutsche ihr in Deutschland erwirtschaftest Einkommen auch hier  und nicht  in der Schweiz  versteuern müssten, dann ist das auch alles finanzierbar. Das klingt nach  einer radikalen Umverteilung von oben nach unten, wäre aber nur eine gerechtere Gesellschaft. Wer das nicht will, will Armut nicht abschaffen, sondern beibehalten.

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Der Bundesverband Graue Panther e.V. hat einen neuen Vorstand

Am 9. Und 10. April trafen sich die Delegierten der Senioren-Schutz-Bund Vereine aus ganz Deutschland in Berlin zu ihrer jährlichen Versammlung.

Bei den anstehenden Neuwahlen wählten die Delegierten ihren neuen Vorstand für den Bundesverband. In das Amt der Präsidentin wurde die, seit 26 Jahren für Verband und die Vereine aktive, 55-jährige Erika Lohe-Saul gewählt. Ihr zur Seite stehen die beiden Stell-vertreter Ulrike Peschelt-Elflein vom SSB Frankfurt/M und Norbert Haas vom SSB Neu-wied-Koblenz-Westerwald. Im Amt bestätig wurde der langjährige Schatzmeister Hans Ohnmacht, der unterstützt wird von der stellvertretenden Schatzmeisterin Ilona Schwarz.

Erika Lohe-Saul bedankte sich im Namen des neuen Vorstandes und unter großem Beifall der anwesenden Delegierten bei der scheidenden Präsidentin, Jutta Jaura, für ihren lang-jährigen und unermüdlichen Einsatz für die Ziele der Graue Panther Bewegung und wünschte ihr für ihre Aktivitäten in der Trude-Unruh-Stiftung alles Gute.

(pe-e)

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