Anlässig des heutigen internationalen Frauentages

Göttingen 8.3.2017

Unter der Führung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes  und in  Zusammenarbeit mit andern Betroffenenorganisationen wurde am Freitag 2.3. der neue  Armutsbericht vorgestellt. Aus diesem  ist die traurige Nachricht nach zu lesen, dass die Armut in Deutschland auf einem neuen Höchststand gelangt ist. Dies zeigt das eklatante Ver-sagen  der Bundesregierung in Sachen Armutsbekämpfung, obwohl die regierenden Parteien die Adjektive christlich  oder  sozial in ihrem Namen führen“, erklärte  die Präsidentin des Bundesverbandes Graue Panther e.V. in einer ersten Stellungnahme.

Der Bericht zeigt deutlich auf, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht und erst nach der kommenden Bundestagswahl. Wir brauchen eine deutliche  Umstrukturierung  von oben nach unten, damit Armut in Deutschland beseitigt wird. 

Wir brauchen dringend ordentlich bezahlte Erwerbsarbeit, damit  ein Erwerbstätiger auch eine richtige  Alterssicherung aufbauen kann.

Seit Jahrzehnten fordert die Graue Panther Bewegung eine wirkliche Aufwertung der frauentypischen Berufe, und eine wirkliche Anerkennung von Erziehungs- und Pflegearbeiten in der Familie und keine „ Scheinmütterrente“.

Der Bundesverband Graue Panther e.V. fordert deshalb erneut eine Mindestrente  bzw. Mindestsicherung von monatlich 1350,- €.  Wenn endlich von  aller Erwerbsarbeit oder von Kapitalgewinnen  Sozialabgaben gezahlt würden,  wenn die Steuerflucht sanktioniert wird, wenn Deutsche ihr in Deutschland erwirtschaftest Einkommen auch hier  und nicht  in der Schweiz  versteuern müssten, dann ist das auch alles finanzierbar. Das klingt nach  einer radikalen Umverteilung von oben nach unten, wäre aber nur eine gerechtere Gesellschaft. Wer das nicht will, will Armut nicht abschaffen, sondern beibehalten.

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