STATEMENT

 

„Aufwertung niedriger Renten - ein richtiger erster kleiner Schritt gegen Altersmut“,  so die Präsidentin der Bundesverbandes Graue Panther  e.V., Frau Erika Lohe-Saul, in einem Statement zur aktuellen Diskussion.

Der Bundesverbandes Graue Panther  e.V.  begrüßte das Konzept der Grundrente, das Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil am Sonntag  vorgelegt hat. Demnach könnten Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 35 Beitragsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können und deren Rente unter 896 Euro liegt, einen Zuschlag erhalten. Die maximale Aufwertung könnte 447 Euro betragen.

Der Bundesverband Graue Panther  e.V. hat sich seit langem dafür stark gemacht, dass die Rente von Geringverdienern aufgestockt  werden müsste. Arbeitnehmer müssen nach einem Leben voller Arbeit die Sicherheit haben, eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus zu erhalten. Die Lebensleistung dieser Personen muss sich auch in einer ausreichenden Rente widerspiegeln. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass niedrige Renten nun aufgewertet werden sollen. Der Bundesverband Graue Panther  e.V.  sehe es aber lieber  wenn statt  einer starren Zugangsvoraussetzung von 35 Beitragsjahren auch Zeiten von Arbeitslosigkeit berücksichtigt würden.

Auch unterstützt der Bundesverbandes Graue Panther  e.V. die geplante Finanzierung der Grundrente aus Steuermitteln. Es ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, Rentner mit niedrigen Renten zu unterstützen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Und nicht zu vergessen, dass sich die Bundesregierungen jahrzehntelang  an der Rentenkasse bedient haben, sonst wäre genug Geld in der Kasse.

In diesem Zusammenhang fordert der Bundesverband Graue Panther  e.V. auch eine Reform der aktuellen Steuerpolitik. Hier fehlt mehr Umverteilung von oben nach unten, indem beispielsweise der Spitzensteuersatz angehoben werden müsste. Zudem müssten Vermögende und reiche Erben stärker besteuert werden.

„Langfristig muss es jedoch das Ziel sein, dass die Zahl der Bezieher einer solchen geplanten Grundrente zurückgeht“, so die Präsidentin in ihren Statement weiter. „Mit anständigen Löhnen und einer Erhöhung des Mindestlohnes auf über 12 Euro könnten sich dann die kommenden Generationen eine Basis schaffen, bei der jeder nach einem Leben voller Arbeit automatisch eine Rente oberhalb der Grundsicherung erhält“.

 

Göttingen, Berlin den 05. Feb.2019